Klären bedeutet, dass etwas klar wird. Vorher war eine Angelegenheit vielleicht trübe, nur vage erkennbar, vielleicht undurchsichtig, und jetzt sehen klar und erkennen, woran wir sind. Wir werden uns bewusst, was zum Problem führte, warum die Dinge so sind wie sie scheinen, und klären die Missverständnisse und das Fehlverhalten auf. Dazu gibt es im Ho’oponopono immer eine intensive Findungsphase. Unsere Gedanken und Emotionen wirken wie Magneten, und das, worauf wir unsere Aufmerksamkeit lenken, wächst. So erkennen wir im Außen, was wir zum Beispiel erwarteten, wovor wir Angst hatten und was unsere wirkliche Motivation war. Das heißt wir erfahren etwas über uns.

Unser ursprüngliches Bewusstsein ist rein wie klares Wasser, und Vergebung kann unsere Denken wieder klären. So wie Quellwasser sprudeln wir alle ins Leben, und im Laufe des Lebens, vielleicht sogar im Laufe vieler Leben, geschehen dann Dinge, die tiefe Eindrücke hinterlassen und unser klares und reines Bewusstsein verschmutzen. Vielleicht wird unsere sprudelnde Identität bedeckt von Zweifeln, Unsicherheit, Trauer, Enttäuschungen und Ängsten. Genauso trüben Zorn, Groll, Kritiksucht und Selbstvorwürfe unsere wahre Natur.